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Regierung bestätigt die Erfahrungen des HEV

31.08.2026

Der Hauseigentümerverband ist hoch erfreut, dass der Regierungsrat bei Sanierungen die 30-Prozent-Klausel für Sanierungen aufheben will. Aufgrund von vielen Rückmeldungen der 17'000 Mitglieder hat der HEV festgestellt, dass die Mindestanforderung investitionshemmend und energetisch kontraproduktiv ist.

Um was geht es: Wenn bei der Sanierung eines Gebäudes die Baukosten über 30 Prozent des Gebäudeversicherungswerts liegen, müssen die energetischen Minimalanforderungen eingehalten werden. In der Praxis erwies sich diese Mindestvorschrift als Bumerang. «Viele Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer verzichten auf Sanierungen, reduzieren sie oder schieben sie hinaus», sagt HEV-Präsident Damian Hunkeler.

Breit abgestützte Forderung

Deshalb setzt sich der HEV Luzern politisch seit längerem für die Aufhebung der 30-Prozent-Klausel ein. Dazu gehört eine überparteiliche Motion im Kantonsrat. Erstunterzeichnerin und HEV-Vorstandsmitglied Jasmin Ursprung sagt: «Es ist widersinnig, wenn im Energiegesetz eine Bestimmung steht, die energetische Verbesserungen verhindert statt fördert.» Mit der Motion forderte sie die Aufhebung oder zumindest Lockerung. Die breit abgestützte Motion ist von 40 Parlamentsmitgliedern aus SVP, FDP, Die Mitte, GLP und SP unterzeichnet.

Regierungsrat teilt HEV-Einschätzung

Der Regierungsrat geht in der Antwort der Motion aufs Ganze. Er ist bereit, die Motion entgegenzunehmen und mit einer Gesetzesrevision die Aufhebung einzuleiten. Er pflichtet den Erfahrungen des HEV bei und schreibt in der Antwort auf die Motion: «Die 30-Prozent-Regelung hat sich in der Praxis als untauglich erwiesen.» Die mögliche Überschreitung des 30-Prozent-Werts und die befürchteten Folgekosten durch die Einhaltung der energetischen Minimalanforderungen (zum Beispiel Ersatz Heizsystem) hemmen die gewünschten und notwendigen Investitionen. Die Regierung hält fest: «Können Vorhaben aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht gemäss den Wünschen der Bauherrschaft etappiert werden, werden als Konsequenz teilweise gar keine energetischen Verbesserungen getätigt.»

Wenn der Kantonsrat der Motion gemäss Antrag der Regierung zustimmt, wirkt sich das gemäss HEV für die Eigentümerinnen und Eigentümer motivierend aus, wie Ursprung sagt: «Gerade bei älteren Gebäuden sind Teil- und Etappensanierungen oft sinnvoller, wirtschaftlicher und ressourcenschonender als teure Gesamtsanierungen.»

HEV Luzern und Energie

Der Hauseigentümerverband HEV Kanton Luzern informiert die Mitglieder seit Jahren über erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Heizungsersatz. In seinem Positionspapier Klima und Energie bekennt er sich klar zur Erreichung des Ziels Netto Null 2050. Die Massnahmen müssen aber wirkungsvoll sein. Jasmin Ursprung: «Was nix bringt, muss weg.»